Schnecken

Von manchen verteufelt und akribisch vom eigenen Becken ferngehalten sind Schnecken für unser Altwasserbecken von großer Bedeutung da sie verschiedene Aufgaben für uns übernehmen können und gleichzeitig durch ihre Vielfalt optisch auch so einiges zu bieten haben. Eine Aufgabe welche bei mir zum Beispiel die Turmdeckelschnecken übernehmen ist die Auflockerung des Bodens da diese sich häufig in den Kies eingraben dort den Boden sozusagen umgraben auf der Suche nach für sie verwertbarem Futter und somit erheblich zur Qualität unseres Aquarium Bodens beitragen. Pflanzen fressen diese Schnecken nicht an und auch nicht die Wurzeln. Sie verwerten abgestorbene Teile und auch nicht gefressenes Futter jeglicher Art falls zwischen den Kies gerutscht. Gerade zum Start eines neuen Aquariums kann man gezielt einige Schnecken einsetzen um das einlaufen des Ökosystems etwas zu beschleunigen da Schnecken durch ihre Ausscheidungen schon einiger der benötigten Bakterien einbringen. Turmdeckelschnecken verursachen keine Schneckenplagen da sie sich nicht so rasant bzw. nicht in riesen Mengen auf einmal vermehren können, sondern immer nur eine einzige Schnecke als Nachwuchs hervorbringen.

Sehr beliebt und auch bei mir in allen Becken vorhanden ist die Posthornschnecke welche es in diversen Farben zu kaufen gibt und welche optisch auch schon was hermachen kann. Sie gräbt sich nicht in den Boden ein frisst aber auch keine Pflanzen an, sondern verwertet alles was sie bei ihrer ununterbrochenen Wanderung im Becken findet. Die Posthornschnecke kann sich explosionsartig vermehren, wenn ein Überangebot an Futter vorhanden ist was sie dann natürlich in einer weiteren Hinsicht vor allem für den Anfänger nützlich macht da dieser hier dann sehen kann das etwas nicht in Ordnung ist im Becken.

Hat man zu viele Schnecken im Becken kann man diese sehr gut morgens mit einem Kescher an den Scheiben absammeln da diese zum Atmen meistens in der Nacht zur Oberfläche wandern oder aber man packt sich ins Becken noch einige wenige Raubschnecken der Gattung Anentome Helena. Diese sind optisch sehr hübsch anzusehen und zeitglich dezimieren sie die Population anderer Schneckenarten erheblich da sie sich von diesen ernähren. Übrig bleiben dann nur noch leere Schneckenhäuser. Sollte man sehr schöne Schnecken haben die man sich gern anschaut ist von dieser Variante abzuraten da die Raubschnecken hier nicht wählerisch sind und alle anderen Schnecken fressen. Turmdeckelschnecken bleiben bei mir verschont. Auch Fische und Garnelen frisst sie nicht bzw. nur wenn diese von selber gestorben sind.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.